KLEVE – Die ulmanive Klangkosmostour ist durch die Zielgerade gebraust und die ULMÄNNER sind wieder zuhause angekommen! Das Finalkonzert in Kleve war echt richtig lustig. Ausgelassen wie noch nie hat die Interaktion zwischen den Musikern schön geflutscht. Und hier die Statistik:
- Konzerte: 16
- davon in Kirchen: 4
- Zuschauer: 980
- Groupies: 2
- Erkältungen: 3
- CD-Verkauf: 145
- Durchschnittsalter: 45
- Hotels mit:
- kostenlosem WLAN: 3
- Sauna: 1
- Lachs beim Frühstück: 2
- Rührei: 4
- kaputte Computer: 2
- Höchstgeschwindigkeit: 196
- Gesetzeskonflikte: 0
- Navigation abgestürzt: 24
- Streit innerhalb der Band: 0
- Konzerte nach denen einer die Drehleier erklärt haben wollte: 16
- Leute, die wegen der Moderation das Konzert verlassen haben: 1
Die Tops
- Hotel: Moorhof Gronau
- Location: Pumpenhaus Münster
- Publikum (Stimmung): Detmold
- Publikum (Anzahl): 160, Hamm
- Musiker: Till
- Mischer: Christof (Solendo)
Auf dieser Tour haben wir unser Hausteam Svenner und Lars am Ton und am Licht sehr vermisst. Jungs, wir können es gar nicht erwarten, wieder mit euch unterwegs zu sein! Außerdem ein riesengroßes Dankeschön an Birgit, Viola und das Team von Alba Kultur!
jungs, warum tourt ihr nicht bei uns im osten? wir vermissen euch! und der till soll mal von seinem "schlachthof"-ross runterkommen - in die "scheune" am besten 
VELBERT – eigentlich spricht man das Fellbert aus. Macht nichts. Man lernt ja auch nie aus. Unser Auftrittsort heute abend ist eine tolle Kulturkneipe namens FLUX, bei der es backstage sogar einen Kicker und einen Billardtisch gibt. Das Team Andreas-Till hat Johannes und mich in allen Disziplinen ordentlich abserviert, sozusagen eine späte Rache für unsere Bühnensouveränität (Johannes, wir rocken!)! Jedenfalls war der Käferangriff nach meinem heutigen Mittagsschlaf wieder vergessen. Besser ist das. Also das Velbert Publikum war wirklich eine Wonne. Aufmerksam ergänzten sie bei Ansagen immer die Nachnamen der Bandbegründer und stellten anschließend aufwendige Fangfragen zu allerherren Themen. Wir waren zwar gefordert, aber auch erfreut, wegen des immensen Interesses an unserer Person. Ansonsten kann man den Boys vom Flux nur zu unserer hervorragenden Versorgung gratulieren. Hier würden wir auch privat einmal zum Essen und Trinken aufschlagen! Mensch, auf den letzten Metern hat sich unser Till noch meine Erkältung zugezogen. Jetzt fiebert er seiner heimatlichen Pflege durch die Liebste entgegen. Halt durch, Tillminator! Morgen geben wir unsere Dernière (französisch!) und wir werden an Streichen füreinander nicht sparen. Mehr darüber und die ultimative Tourstatistik dann morgen. Soweit so gut, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
DORTMUND- Hatte vor ein paar Tagen einen Käfer im TShirt. Ich glaube der hat mich gebissen. Jetzt wird das Denken immer schwieriger. Jedenfalls haben wir gestern in Dortmund in einem Schwimmbad gespielt. Also in ein und demselben Gebäude mit einem Schwimmbad. Keune Haus, glaube ich. Konzert war schön, wenig aber fein besucht. Bühne hell. Zuschauerraum so dunkel dass publikum nicht gesehen. Till krank. Angesteckt von mir? Wunde vom käfer biss heilt nicht heute in velbert konzert freue mich hoffentlich nicht alles vergessen ahhhhhhhhhhhhhh
WUPPERTAL – Die Schwebebahn ist nur zwei Mal verunglückt. Das eine Mal erscheint mir echt blöd. Da haben die vom Zirkus Krone doch wahrhaftig beweisen wollen, wie sicher die Schwebebahn ist und sind mit einem Dutzend Reportern und einem Elefanten da rein. Der – natürlich voll die Panik gekriegt – hat sich so viel und heftig bewegt, dass er durch den Boden mehr als 10 Meter in die 10 cm tiefe Wupper gekracht ist. Hat er wohl überlebt. Unsere Wuppertalexpertin Kordula hat uns heute mitgenommen auf einen wirklich tollen Rundflug. Eine Station war der Alter Markt, auf dem eine Band Soundcheck machte. Da ist wohl heute so eine Art 24-Stundenfestival. Mal schauen, ob wir nach unserem Dortmundkonzert da noch aufschlagen. Free Jazz steht ja auch noch zur Debatte. Der weltberühmte FreeJazz Saxofonist Peter Brötzmann stammt aus Wuppertal. Ansonsten haben wir noch die Oper und das Brauhaus gesehen. Das gestrige Konzert im Kirchsaal des „Lutherstifts Wuppertal“ war echt toll. Wir haben einige Senioren dort ernsthaft zum Headbangen gebracht! Anschließend gab es Essen aus unserer Heimat: Leipziger Allerlei mit Flusskrebsen und zum Nachtisch Leipziger Lerchen. Hmmm, da wird das Heimweh unserer beiden Familienmenschen fast unerträglich. Gestorben ist in dem Stift an dem Abend auch noch einer, aber nicht in unserem Konzert. Der Bestattungsdienst kam kaum an unserem Auto vorbei, weil wir uns zum Beladen mitten vor die Eingangstür gestellt hatten.
Am 26. September um 21.05 Uhr im Deutschlandfunk:
On Stage
ULMAN aus Leipzig
Aufnahme vom 04.07.2008 beim
tff Rudolstadt
KÖLN – Mensch war das ein Wiedersehen. Ganz viele alte Bekannte (sowohl von mir, ich komme ja aus der Gegend, als auch vom „creole“ Wettbewerb letzte Woche) waren ins Domforum gekommen. Romy ist sogar aus Wiesbaden angereist. Das ist Einsatz! Die Stimmung war ausgelassen und unser Publikum war altersmäßig durchwachsener denn jeh. Das fetzt schon in einem Glaskasten mitten auf der Domplatte zu spielen. Da gehen dann pro Minute 237 Menschen (Quelle: Statistisches Bundesamt) vorbei und fragen sich, was diese Drillinge und der Clown da eigentlich machen. Anschließend dann mit unseren Chefinnen von ALBA Kultur und vielen feierwütigen Freunden indisch Essen und Kölsch trinken gegangen (so richtig mit Köbes). Bei der „Party gegen Nazis“ war es so voll, dass wir nicht mehr rein kamen. Bei den Nazis hätte man bestimmt leicht einen Platz gefunden, da geht ja keiner hin.
So nach und nach sind wir dann immer weniger geworden. Till war dieses Mal völlig unerwartet der feierstärkste. Er sah die Uhlmannbrüder und mich nur noch im Bett verschwinden, um dann noch im Dreigestirn in den Schwarzen Löchern der Cocktailwelt zu verschwinden. Dem Partyverhalten entsprechend war dann heute eher schlechte Laune angesagt. „Ich will endlich nach Hause“ – „Ich vermisse meine Familie!“ – „Endlich wieder in mein Bett“ – „Mich hat ein Käfer gebissen“.
HAMM – Morgens mal so richtig früh aufstehen. Der Vorteil: noch Lachs beim Frühstück, der Nachteil: Augenringe wie ein Katalysator. Gut gelaunt fuhren wir nach Wuppertal, im Radio bei 1live lief erst „die Supermerkel“ und dann ein Sonderbeitrag zum Thema „downshiften“. Die Deutschen arbeiten zu viel. Das galt auch für uns an diesem Tag. Jedenfalls sind wir dann um 11 beim Lutherstift in Wuppertal gewesen, um einer aufmerksamen Gruppe Senioren unsere Musik und Instrumente vorzustellen. Eine Frau schrie mehrmals „Drecksack“ und zeigte auf unseren Joahnnes. Irgendwann erklärte uns unser charmanter Moderator Herr Coburg, dass sie „Trecksack“ meinte, vom kölschen Wort „Trecken“-also die Ziehharmonika! Die Veranstaltung mutierte anfangs eher zu einer Nachhilfestunde in Sachen Leipzig, also für uns, denn die hatten sich im Internet sehr gut informiert. Die Moderatoren waren sichtlich überrascht von unserer Unkenntnis. So wird das 9,90 € teure Gosebier aus Leipzig hauptsächlich nach Japan und in die Vereinigten Staaten verkauft. Der Name „Gewandhausorschester“ geht auf die Tuchmacherfabrik zurück und im Cospudener See gibt es einen Briefkasten in der Seemitte. Merkt euch das. Von Wuppertal ging es dann ratz fatz nach Hamm. Da war es endlich: das Hammer Publikum! In der Hammer Kirche empfing man uns wohlwollend und gut gelaunt. Erstmalig wurden die Veranstalterschätzungen nach den zu erwartenen Besuchern über- und nicht untertroffen! Hundertsechzig Hammer (Plural) kamen, lauschten und stampften nach einer Zugabe. Wirklich ein tolles Konzerterlebnis, vielen Dank! Jetzt nur keine Zeit verlieren und schnell nach Köln zurück hetzen. Werder Bremen spielte zum 0-0 auf und Till musste das unbedingt sehen. Wenn es um Fußball geht sollte man Till keine Wünsche ausschlagen, sonst wird er zum Tillminatror.
Also, Monika und ich waren auf jeden nicht unter den Gähnern in der Fröndenberger KUlturschmiede. Wie waren aufs Vorzüglichste überrascht und unterhalten. Kann man gut nochmal haben, und dann sorgen wir auch für mehr Publikum! Einfach wunderbar!
FRÖNDENBERG – Auf dem Weg von Detmold nach Fröndenberg durfte ich unseren Tourpassat mal so richtig die Autobahn hochpeitschen. Was ein Spaß, ich will auch so einen! Ich habe Johannes gebeten, ihm mir zu schenken – er will es sich überlegen. Trotzdem waren wir nicht schneller da, weil die entsprechende Ausfahrt gesperrt war und wir „fiesch“ ums Plymo fahren mussten. Die Kulturschmiede Fröndenberg empfing uns voller Vorfreude, wir waren schließlich erst das dritte Klangkosmosensemble, welches in dieser Partnerstadt von Harta-Sachsen Halt machte. Wirklich klasse ist die Idee des Veranstalters immer lokale Spezialitäten aus dem Herkunftsort der Künstler zu präsentieren. Im Preis inbegriffen. Bei uns war es die Thüringer Rostbratwurst, aber mal ehrlich, welche sächsische Spezialität kann es schon mit der Rosti aufnehmen? Man merkte dem Publikum deutlich an, dass es den ganzen Samstag bei schönstem Wetter im Garten geschuftet hatte und nun sichtlich Mühe hatte nicht ständig zu gähnen. In guter alter Indianermanier standen wir nach jedem Gähner wieder auf und mobilisierten alle unsere Waffen: das freie Boomwhackersolo im ganzen Raum verteilt, die Aufforderung zum Headbangen und Stagediven und diverse kabarettistische Einlagen von Till und mir. Schließlich hatten wir sie dann so weit, dass sie eine Zugabe wollten. Stichwort Erfolgserlebnis! Die CD-Verkaufszahlen deuteten darauf hin, dass der Fröndenberger doch völlig begeisterungsfähig ist, es nur nicht immer unkultiviert rausschreien will. Mehr davon, ab nach Bonn.