21.05.2007

Leipziger Volkszeitung

ULMAN kehren heute als Sieger zurück

Creole-Wettbewerb

Wie hieß noch dieser hochgepushte Swinger? Roger Cicero hat eurovisionär die Erwartungen untertroffen. Spätestens seit Samstagabend ist das verkraftbar, seit Leipzig deutsches Zentrum der Weltmusik ist: Beim Finale des Creole-Wettbewerbs in Dortmund wählte eine international besetzte Jury die Band ULMAN zusammen mit den Combos Äl Jawala aus Freiburg und Ahoar aus Bonn zu den Siegern. Die drei Gekürten sahnen jeweils 3000 Euro ab. „Weltmusik-Kenner haben uns zwar gute Chancen bescheinigt, aber wir haben keineswegs mit dem Sieg gerechnet“, bekannte Johannes Uhlmann gestern. „Wir sind unbelastet ins Finale gegangen und freuen uns jetzt riesig.“ Das Preisgeld soll ins nächste Album fließen. „Viel wichtiger ist uns, dass der Erfolg nun als Aushängeschild genutzt werden und unseren Bekanntheitsgrad steigern kann“, so Uhlmann. In der Endrunde setzten sich die drei Gruppen gegen 18 andere Formationen durch. Vorangegangen waren regionale Vorrunden mit insgesamt 114 Bands. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz und sprachen von einem „musikalisch überzeugenden Ergebnis“. ULMAN habe mit traditionellen Instrumenten „einen neuen World Sound“ kreiert, lobte die Jury. Bis in den Sonntag früh um sechs ging die Siegerparty. Gestern Abend machten ULMAN bei der Creole-Revue samt Preisverleihung mit, heute kehren sie nach Leipzig zurück. Und wenn’s irgendwann mal den GrandPrix der Weltmusik gibt, darf Cicero die Daumen drücken.

MaD